Auszug aus dem Mitteilungsblatt Nr. 306 vom 29. September 2017

BI Trassenstop Rennertshofen Schäuble 04.09.2017

BI Trassenstop Rennertshofen Schäuble 04.09.2017

Die BI hat die vom Solarförderverein (SFV) entworfenen Wahlprüfsteine an unsere Bundestagskandidaten geschickt, um deren Meinung zu dem Thema zu erfahren. Antworten kamen von Prof. Dr Widuckel, Frau Krumwiede, Dr. Brandl (über die Partei zentral) und von Herrn Schäuble, in dem er ein Gespräch anbot. Die Ergebnisse für die Parteien finden Sie auf der Homepage des SFV (http://www.sfv.de/artikel/antworten_der_parteien_auf_die_energiepolitischen_wahlpruefsteine_zur_bundestags.htm).

Am 04. September 2017 fand nun das Gespräch der BIs Donau-Lech mit Herrn Jakob Schäuble, FDP, statt. Er betonte gleich zu Beginn, dass er Ökonom sei und kein Fachmann für Energie- und Klimapolitik. Er spricht sich gegen jegliche Form von Subventionen aus. Wenn in den Kohle- und Atomstrom die ökologischen Folgekosten und Endlagerkosten eingepreist werden würden, wären sie so teuer, dass sie bald vom Markt verschwunden wären. Außerdem befürwortet er, die Grundlagenforschung zu intensivieren, und abzuwarten, ob es in Zukunft vielleicht noch bessere Speichermöglichkeiten gibt, die aufgrund ihrer Eigenschaften in der Lage sind, ohne Subventionieren die Märkte zu erobern. Der Markt soll die Entscheidung treffen, nicht die Politik. Wir bezweifeln, dass für diese Vorgehensweise die Zeit reicht, um die Umwelt- und Klimaschäden der bisherigen Energiepolitik ausreichend zu begrenzen. Wie und wo Energie erzeugt wird und ob sie transportiert wird, ist Herrn Schäuble egal, Hauptsache die Gesamteffizienz ist am höchsten. Insofern spricht er sich nicht gegen den überdimensionierten Fernleitungsbau aus. 

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